Ab dem 17.03.2026 ist der neue SCHUFA-Score für dich kostenlos in der bonify App verfügbar. Er ersetzt automatisch den bisherigen SCHUFA-Basisscore.
Hier findest du die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zu den 12 Score-Kriterien, den 5 Scoreklassen, den Scorewerten und Scores - sowie zu den Daten, die du bei bonify dazu findest.
Inhalt (Auszug):
- Was ist anders an dem neuen SCHUFA-Score?
- Warum hat die SCHUFA den neuen Score eingeführt?
- Wie wird der neue Score berechnet?
- Welche Kriterien spielen bei der Berechnung des neuen SCHUFA Scores eine Rolle?
- Warum hatte ich einen SCHUFA-Score von 98,5 Prozent und jetzt keine 985 Punkte?
- Warum hat sich meine Scoreklasse verändert?
- Wie kann man den SCHUFA-Score verbessern?
- Was ist ein guter Score?
- Warum habe ich keine 1.000 Punkte?
- Warum habe ich keine 999 Punkte?
- Wie kommen die Punkte zu Stande?
- Warum hat der neue Score Punkte und keine Prozente?
- Was ist die 28-Tage-Regel und warum gibt es sie?
- Sehen Unternehmen und Verbraucher denselben Score?
- Wie viele Anfragen darf ich haben, ohne dass mein Score schlechter wird?
- Warum bleiben erledigte Zahlungsstörungen drei Jahre gespeichert, obwohl sie doch erledigt sind?
Was ist anders an dem neuen SCHUFA-Score?
Die SCHUFA will den neuen SCHUFA-Score für alle verständlich und nachvollziehbar machen. Daher setzt sie mit ihrem neuen Bonitätsscore – als weltweit erste Auskunftei – auf völlige Transparenz.
Mit dem Erklärtool im neuen bei bonify legt die SCHUFA die Formel verständlich und nachvollziehbar für alle Verbraucher offen. Personen können so den neuen Score zukünftig anhand ihrer eigenen Daten selbst nachrechnen – und das ganz ohne statistische Fachkenntnisse. Verbraucher habenbei bonify weitrhin die Möglichkeit, jederzeit kostenlos und digital ihre bei der SCHUFA gespeicherten Daten einzusehen.
Möglich war dies durch eine Vereinfachung der komplexen SCHUFA-Score-Welt, z. B. durch eine Reduktion der Scores und der Kriterien sowie dem Anspruch, dass die Kriterien sich so auf den Score auswirken, dass es für jeden leicht nachvollziehbar ist.
Warum hat die SCHUFA den neuen Score eingeführt?
Das hat mehrere Gründe. Zum einen stammen die SCHUFA-Scores der 3. Generation aus dem Jahr 2016. Seitdem hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert, so ist z. B. die Zahl der Minikredite gestiegen und es werden immer mehr Vergleichsplattformen genutzt.
Diese Veränderungen am Markt wurden bei der Entwicklung des neuen SCHUFA Scores berücksichtigt. Außerdem wünschen sich Menschen in der digitalisierten Gesellschaft Datensouveränität – also Transparenz und Kontrolle über ihre Daten. Im Vordergrund steht die informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter.
Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Datenkontrolle sind für die neue SCHUFA besonders wichtig. Der neue SCHUFA-Score ist der weltweit erste, vollkommen transparente Score für Kreditwürdigkeitsprüfungen. Damit schließen wir den ersten Teil unserer Neuausrichtung ab und lösen eines unserer zentralen Versprechen ein.
Warum setzt die SCHUFA beim neuen Score auf völlige Transparenz?
Menschen wünschen sich in der digitalisierten Gesellschaft Datensouveränität – also Transparenz und Kontrolle über ihre Daten. Im Vordergrund steht die informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter.
Dies erfordert, dass wir uns als SCHUFA verändern und auch besser erklären, was wir tun, warum und wie. Nur so können die Menschen auch unsere Rolle als Möglichmacher in der Wirtschaft besser verstehen: Wir unterstützen den Abschluss von Geschäften - gerade in der digitalen Wirtschaft - binnen Sekunden und ermöglichen so Teilhabe und Wachstum.
Die SCHUFA möchte ihre bedeutende Position am deutschen Markt halten, weiterwachsen und ihre Qualitätsführerschaft sichern. Unsere bedeutende Position am Markt können wir nur sichern, wenn wir den Erwartungen der Menschen nach mehr Transparenz, Einfluss und
Kontrolle und den sich seit längerem abzeichnenden Anforderungen aus der Regulierung entsprechen.
Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Datenkontrolle sind für die neue SCHUFA besonders wichtig. Der neue SCHUFA-Score ist der weltweit erste, vollkommen transparente Score für Kreditwürdigkeitsprüfungen. Damit schließen wir den ersten Teil unserer Neuausrichtung ab und lösen eines unserer zentralen Versprechen ein.
Ist der neue Score datenschutzrechtlich geprüft?
Im Auftrag der SCHUFA hat das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme den neuen SCHUFA-Score zur Bonitätsbewertung von Privatpersonen aus mathematisch-statistischer Sicht begutachtet. Das Fraunhofer-Institut bestätigte die wissenschaftliche Vorgehensweise bei der Entwicklung und Validierung des Scores sowie die Erheblichkeit und Signifikanz der verwendeten Daten.
Damit trägt die SCHUFA auch beim neuen Score den entsprechenden gesetzlichen Anforderungen aus §31 BDSG Rechnung.
Was ist der neue SCHUFA-Score?
Der neue SCHUFA-Score schätzt die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern ein. Er gilt übergreifend für die Branchen Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Telekommunikation, Handel und Versandhandel/E-Commerce. Mit dem neuen Score sehen Verbraucher und Unternehmen erstmals denselben Score. In die Berechnung fließen die Daten ein, die Verbraucher auch in ihrem SCHUFA-Account, der Datenkopie nach Art. 15 DSG-VO oder bei bonify finden.
Der Score setzt sich aus zwölf Kriterien zusammen. Jedes Kriterium, das in den neuen Score einfließt, erhält Punkte, die ganz einfach nachgerechnet werden können und die Gewichte im Score widerspiegeln. Scores werden also nicht anhand einer einzelnen Information gebildet, sondern erst das Zusammenspiel der zwölf Kriterien macht sie aussagekräftig.
Wie wird der neue Score berechnet?
Der neue SCHUFA-Score hat eine Skala von 100 bis 999 Punkten. Scores berechnet die SCHUFA anhand der bei ihr gespeicherten Informationen.
Diese finden Verbraucher in ihrem SCHUFA-Account, bei bonify oder in der Datenkopie nach Art. 15 DSG-VO. Der Score setzt sich aus zwölf Kriterien zusammen. Jedes Kriterium, das in den neuen Score einfließt, erhält Punkte, die ganz einfach zusammengerechnet werden können und die Gewichte im Score widerspiegeln.
Scores werden also nicht anhand einer einzelnen Information gebildet, sondern erst das Zusammenspiel der zwölf Kriterien macht sie aussagekräftig.
Welche Kriterien spielen bei der Berechnung des neuen SCHUFA Scores eine Rolle?
Bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit für die Verbraucher spielen zwölf Kriterien eine Rolle. Diese sind:
- Zahlungsstörungen
- Alter des ältesten Bankvertrags
- Alter der ältesten Kreditkarte
- Alter der aktuellen Adresse
- Alter des jüngsten Rahmenkredits
- Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten
- Anzahl Anfragen außerhalb des Bankenbereichs in den vergangenen 12 Monaten
- Aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten Kriterium
- Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite
- Kreditstatus
- Immobilienkredit
- Vorliegen einer Identitätsprüfung
Hier kannst du noch mehr dazu erfahren.
Warum hatte ich einen SCHUFA-Score von 98,5 Prozent und jetzt keine 985 Punkte?
Für Verbraucher war bislang der SCHUFA-Basisscore der bekannteste Score. Der Basisscore ist ein Orientierungswert, der aus neun SCHUFA-Branchenscores berechnet wurde und damit eine branchenübergreifende Einschätzung der Bonität lieferte.
Er wurde von der SCHUFA jedoch nie an Unternehmenskunden weitergegeben. Er hat also nie in einem Entscheidungsprozess eine Rolle gespielt. Der neue SCHUFA-Score ist anders: Personen sehen erstmals denselben Score wie Unternehmen und Banken. Dadurch können Verbraucher mit den Banken und Unternehmen auf Augenhöhe kommunizieren.
Der neue Score basiert auf Punkten, damit er einfach zusammenzurechnen ist. Die Punkte lassen sich nicht mit den Prozentwerten des Basisscores vergleichen, deshalb sind 98,5 Prozent nicht gleich 985 Punkte.
Warum hat sich meine Scoreklasse verändert?
Bei einem Vergleich vom Basisscore mit dem neuen SCHUFA-Score kann es sein, dass Sie in einer neuen Scoreklasse liegen. Das liegt daran, dass der neue SCHUFA-Score den SCHUFA-Basisscore ersetzt. Die beiden Scores lassen sich nicht vergleichen.
Der Basisscore diente Verbrauchern seit 2006 als branchenübergreifender Orientierungswert. Basis der Berechnung des Basisscores waren die branchenspezifischen SCHUFA-Scores, wobei der SCHUFA Bankenscore mit 40 Prozent das höchste Gewicht erhielt, denn er ist der am häufigsten angefragte SCHUFA-Score.
Der Basisscore wurde nicht an Unternehmen weitergegeben. Er hat also nie in einem Entscheidungsprozess eine Rolle gespielt. Beim neuen Score sehen Verbraucher genau den Score, den auch Banken und andere Unternehmen erhalten.
Hinzu kommt, dass sich der Einfluss einzelner Kriterien im neuen Score verändert hat, auch sind neue Kriterien hinzugekommen. Auch das kann zu Abweichungen in den Scoreklassen führen.
Ändert sich durch den neuen Score die Einschätzung meiner Kreditwürdigkeit?
Dafür müssen wir auf zwei Scores schauen, die an Unternehmen und Banken ausgegeben wurden. Der neue Score und den bislang am häufigsten genutzten Score, den Bankenscore.
Im Vergleich mit dem Bankenscore zeigt sich:
- Für 83 Prozent der Verbraucher ändert sich die Score-Klasse mit dem neuen SCHUFA-Score nicht. Ihr Score bleibt in ihrer bisherigen Scoreklasse.
- Neun Prozent der Verbraucher erhalten einen Score in einer besseren Scoreklasse.
- Acht Prozent haben einen Score in einer geringeren Scoreklasse.
- Verschiebungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine Score-Klasse nach oben oder unten.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Score um zwei Scoreklassen verändert, liegt im Promillebereich.
Warum haben sich Personen im neuen Score verbessert/verschlechtert?
Die SCHUFA-Scores der 3. Generation stammen aus dem Jahr 2016. Seitdem hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert, so ist z. B. die Zahl der Minikredite kräftig gestiegen und es werden immer mehr Vergleichsplattformen genutzt. Diese Veränderungen am Markt wurden bei der Entwicklung des neuen SCHUFA-Scores berücksichtigt.
Außerdem profitieren Personen, die aktiv am Finanzleben teilnehmen und mit einem zuverlässigen Verhalten zeigen, dass sie Risiken im Blick haben, vom neuen SCHUFA Score: Sie werden tendenziell bessergestellt.
So spielt etwa die Anzahl der Girokonten im neuen Score-Modell keine Rolle mehr. Der neue SCHUFA-Score behandelt zudem Vertragsanbahnungen bei Girokonten und Kreditkarten fairer.
Das bedeutet, eine Anfrage und ein Kontoabschluss werden gebündelt, und nicht mehr doppelt gezählt. Innerhalb der 28-Tage-Regel bleiben auch Mehrfachanfragen im neuen SCHUFA-Score ohne negativen Einfluss – etwa, wenn Personen Angebote für eine Kreditkarte oder ein Girokonto vergleicht.
All diese Beispiele zeigen, dass bei aktiven Verbrauchern im neuen SCHUFA-Score Einflussfaktoren, die sich bislang negativ ausgewirkt haben, weniger stark ins Gewicht fallen. Der neue SCHUFA-Score kann bei inaktiveren Personen, von denen der SCHUFA nur wenige Daten vorliegen hingegen durch die neuen Kriterien tendenziell eher etwas schlechter ausfallen.
Welche Vorteile bietet der neue Score für die Verbraucher?
Viele Verbraucher haben ein ungutes Gefühl in Bezug auf die SCHUFA. Welche Daten sind über sie gespeichert und wie entsteht aus diesen Daten der SCHUFA-Score? Dafür gibt es jetzt keinen Grund mehr.
Mit dem SCHUFA-Account können die Verbraucher jederzeit ganz einfach ihre bei der SCHUFA gespeicherten Daten einsehen (wie zuvor mit bonify) und den Score nachvollziehen (ab 17.03. auch bei bonify).
Die SCHUFA hat den Score außerdem einfacher gemacht: Mit der Reduzierung auf zwölf Kriterien können Personen transparent nachvollziehen, was ihre Kreditwürdigkeit beeinflusst.
Je Kriterium gibt es Punktwerte, die Verbraucher ganz einfach selbst nachrechnen können. Mit dem neuen Score sehen Verbraucher und Unternehmen zukünftig denselben Score, was zu einer deutlich höheren Transparenz sowie der Kommunikation auf Augenhöhe beiträgt.
Wofür braucht man den SCHUFA-Score überhaupt?
Wichtig ist der Score immer dann, wenn Sie eine Finanzentscheidung für sich treffen wollen. Jeder, der einen Kreditwunsch hat oder auch ein Girokonto mit einem Dispo-Limit eröffnen möchte, durchläuft bei einer Bank eine Kreditwürdigkeitsprüfung.
Für diese Prüfung nutzen Banken verschiedene Daten, unter anderem den SCHUFA-Score. Mit dem neuen Score und seiner Transparenz können sich Personen auf dieses Gespräch anders vorbereiten und mit dem Bankberater ein Gespräch auf Augenhöhe führen.
Wie kann man den SCHUFA-Score verbessern?
Die SCHUFA empfiehlt Verbrauchern, ihre Rechnung pünktlich zu bezahlen. Der neue Score soll ihnen aber auch helfen, ihren Finanz- und Kreditbedarf anders abschätzen zu können.
Verbraucher sollten lieber einen großen Kredit aufnehmen als mehrere kleine. Längerfristige Vertragsbeziehungen wirken sich im neuen Score positiv aus, denn dadurch haben Verbraucher über eine längere Zeit bewiesen, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.
Personen sollten sich also bewusst für ein Finanzprodukt entscheiden, dass sie dann langfristig behalten können. Außerdem sollten Verbraucher, wenn sie ein neues Finanzprodukt (z.B. ein Girokonto oder eine Kreditkarte) abschließen wollen, das in einem begrenzten Zeitraum machen. Denn innerhalb von 28 Tagen werden und Anfragen und Abschlüsse nur einmal gezählt (28-Tage-Regel).
Mehr dazu, wie du deinen SCHUFA-Score verbessern kannst.
Wie kann man den eigenen SCHUFA-Score einsehen?
Du kannst dich bei bonify kostenlos registrieren (mit E-Mail-Adresse und Passwort). Danach musst du dich eindeutig identifizieren.
Bei bonify kannst du dazu deinen Personalausweis, dein Bankkonto oder Ausweis mit Onlineausweis-Funktion (eID) verwenden. Jede dieser Methoden kann dir sofort den Score anzeigen.
Für den vollen Dateneinblick (wer deine Daten zuletzt angefragt hat und alle deine Einträge) benötigst du die eID-Identifikation. Wenn dein Ausweis die eID nicht unterstützt, kannst du zur Ausweisidentifikation eine zweite Methode verknüpfen und bekommst vollen Zugriff. Das kann eine zusätzliche Bankidentifikation sein oder auch eine Briefidentifikation.
Der Zugang zum neuen SCHUFA-Account und damit auch zum neuen Score ist für Verbraucher ebenfalls kostenfrei und digital. Hierfür müssen sich Personen lediglich registrieren und identifizieren. Entweder über die SCHUFA-App oder über schufa.de. Die Registrierung ist kostenfrei mittels Identifizierung über die eID oder mit einem PIN-Brief per Post möglich.
Warum soll man seine SCHUFA-Daten prüfen?
Verbraucherschützer empfehlen Verbrauchen, dass sie einmal im Jahr über die kostenlose Selbstauskunft ihre bei der SCHUFA gespeicherten Daten überprüfen.
bonify und der SCHUFA-Account ermöglicht es Personen außerdem, sich einen Überblick über ihre bonitätsrelevanten SCHUFA-Daten zu verschaffen. Mit diesen Daten erhalten Verbraucher einen Überblick über ihre aktuelle Bonität. Die bonify und auch die SCHUFA aktualisiert die Daten alle drei Monate.
Was ist ein guter Score?
Es gibt nicht den einen guten SCHUFA-Score. Jede Bank und jedes Unternehmen entscheiden unterschiedlich, was ein guter Score ist. Das hängt auch von der Branche ab. Unternehmen nutzen eigene Daten für die Entscheidung, ob ein Vertrag zustande kommt. Zusätzlich nutzen sie Daten der SCHUFA und zusätzlich häufig auch den SCHUFA-Score. Was als guter Score gilt, ist je nach Situation einfach unterschiedlich.
In welchem Umfang fließen die Anfragen von Telekommunikations- und Onlinehändlern in den neuen Score ein? Welche Auswirkungen hat das?
Hierzu zählen Anfragen aus den Branchen (Online)-Handel, Telekommunikation und (Finanz)-Dienstleistungen. Wenn Personen auf Rechnung einkaufen oder in Raten zahlen, ist es möglich, dass Unternehmen wie Online-Versandhändler, Handyanbieter oder Versicherungen die Bonität bei der SCHUFA anfragen.
Ob eine Anfrage erfolgt ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B. ob Personen Neukunden sind oder ungewöhnlich oft bestellen. Die Höhe des Betrages kann ebenfalls einen Einfluss darauf haben, ob eine Anfrage bei der SCHUFA erfolgt. Über die Bonitätsanfrage und ob das Geschäft zustande kommt, entscheidet jedes Unternehmen selbst. Diese Bonitätsanfragen fließen in das Scoring ein.
Werden mehrere Bonitätsanfragen zu einer Person bei der SCHUFA getätigt, kommt es statistisch gesehen häufiger zu Zahlungsausfällen. Das verschlechtert den Score.
Wichtig zu wissen: Mehrere Anfragen innerhalb von 28 Tagen werden nur einmal gezählt. Die 28 Tage starten, sobald die erste Anfrage bei der SCHUFA eingegangen ist (28-Tage-Regel).
In welchem Umfang fließen die Anfragen von Telekommunikations- und Onlinehändlern in den neuen Score ein? Welche Auswirkungen hat das?
Wenn Personen eine neue Kreditkarte oder ein neues Girokonto bei einer Bank beantragen, kann diese Informationen zur Bonität bei der SCHUFA anfragen. Diese Bonitätsanfragen und auch der mögliche Vertragsabschluss fließen in das Scoring ein.
Zum Beispiel: Werden viele neue Kreditkarten oder Girokonten in den vergangenen zwölf Monaten beantragt und abgeschlossen, kommt es statistisch gesehen häufiger zu Zahlungsausfällen. Das verschlechtert den Score.
Was ist neu bei Anfragen?
Der neue Score trägt dem veränderten Einkaufsverhalten der Menschen Rechnung. In den alten Scores löste beispielsweise jede Kreditkartenanfrage über Vergleichsportale automatisch auch eine SCHUFA-Anfrage aus. Das ist im neuen Score anders: Mehrere Anfragen innerhalb von 28 Tagen werden nur einmal gezählt (28-Tage-Regel).
Auch die Zunahme des Online-Shoppings hat Anpassungen bei der Behandlung v on Anfragen notwendig gemacht. Deshalb reduziert sich das Gewicht der Anfragen im Scoring. Im Vergleich zum aktuellen Bankenscore halbiert es sich durch neue Regeln für Anfragen von 40 Prozent auf rund 20 Prozent. Dadurch rückt der neue Score näher an die Lebensrealität von Verbrauchern.
Warum gibt es das kritisierte Kriterium Anschriften-Alter immer noch?
Weil es dem Score eine hohe Trennschärfe gibt und weil es jeder versteht und nachvollziehen kann. Wir konnten dieses Kriterium durch kein besseres ersetzen. Denn die Maßgabe für den Score war: Höchste Prognosegüte unter der Nebenbedingung der Nachvollziehbarkeit.
Für die Entwicklung von Scores ist die Prognosegüte immer das wichtigste Fundament. Der neue Score hat, wie die aktuellen SCHUFA-Branchenscores, eine sehr hohe Prognosegüte von einem Gini von mehr als 0,6, womit er die Qualitätsführerschaft der SCHUFA-Scores im Verbraucher-Segment untermauert.
Der Gini-Koeffizient ist ein anerkanntes Maß zur Beurteilung der Qualität eines Score-Modells. Je höher der Wert, desto besser unterscheidet der Score die Menschen, die sehr wahrscheinlich zurückzahlen können von denjenigen mit einer schlechteren Zahlungsprognose, um Zahlungsausfälle und Überschuldung zu vermeiden. Durch die hohe Prognosegüte unterstützt auch der neue Score viele Geschäfte zu günstigen Konditionen und sorgt so für Wachstum und Teilhabe.
In der Entwicklung und Auswahl der Kriterien wurde auf Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit geachtet. Aus mehr als 250 möglichen Kriterien hat die SCHUFA die zwölf verständlichsten und gleichzeitig für die Prognosegüte aussagekräftigsten ausgewählt. Die sechs Branchenscores, die perspektivisch abgelöst werden, verwenden bisher allein in Summe rund 100 Kriterien. Für eine hohe Trennschärfe ist auch das Anschriften-Alter wichtig. Denn: Je länger eine Person an derselben Adresse wohnt, desto positiver ist der Einfluss auf den SCHUFA-Score. Die Statistik zeigt: Wer erst seit kurzem an einem Wohnsitz wohnt, hat ein erhöhtes Risiko in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Gründe hierfür können möglicherweise sein, dass ein Umzug mit höheren Ausgaben verbunden ist (z. B. Kaution für Miete, Umzugskosten, neue Anschaffungen für eine Wohnung). Der positive Einfluss auf den SCHUFA-Score nimmt mit der Zeit zu – je länger man an derselben Adresse wohnt.
Warum sind Anfragen/Wohndauer/etc. (auf jedes Kriterium anwendbar) noch ein Thema?
Unser Ziel war es als weltweit erste Auskunftei mit dem neuen SCHUFA-Score einen völlig transparenten Score zu entwickeln. Die Maßgabe war: Eine hohe Prognosegüte unter der Nebenbedingung der Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Für die Entwicklung von Scores ist die Prognosegüte immer das wichtigste Fundament. Der neue Score hat, wie die SCHUFA-Branchenscores, eine sehr hohe Prognosegüte von einem Gini von mehr als 0,6, womit er die Qualitätsführerschaft der SCHUFA-Scores im Verbraucher-Segment untermauert.
Bei der Entwicklung des neuen Scores wurden rund 250 mögliche Kriterien analysiert und geprüft. Am Ende haben wir zwölf ausgesucht, die bei gleichbleibender Prognosegüte möglichst nachvollziehbar sind.
Warum habe ich keine 1.000 Punkte?
Beim neuen SCHUFA-Score befindet sich die Skala zwischen 100 und 999 Punkten. Daher sind 1.000 Punkte nicht erreichbar.
Warum habe ich keine 999 Punkte?
Lediglich 0,03 Prozent der Menschen in Deutschland erreichen die Höchstpunktzahl von 999 Punkten im neuen SCHUFA-Score. Für alle anderen ist das aber trotzdem keine schlechte Nachricht. Denn circa 62 Prozent der Personen in Deutschland haben einen hervorragenden und rund 20 Prozent einen guten SCHUFA-Score und damit gute bis beste Chancen, um zum Beispiel bei der Bank einen Kredit zu erhalten.
Dabei ist wichtig zu wissen: Die Entscheidung über einen Vertragsabschluss trifft nicht die SCHUFA. Banken, Handel und Unternehmen entscheiden selbst entsprechend ihren internen Regeln und unter Berücksichtigung zusätzlicher Daten, ob ein Geschäft zustande kommt.
Wie kommen die Punkte zu Stande?
Jedes Kriterium enthält Punkte, die ganz einfach zusammengerechnet werden können. Sie zeigen, wie stark ein Kriterium die Einschätzung der Kreditwürdigkeit – also den Score – beeinflusst.
Wie viele Punkte ein Kriterium erhält, ist das Ergebnis eines bewährten statistischen Verfahrens, der sogenannten logistischen Regression.
Damit kann man vorhersagen, wie wahrscheinlich es ist, ob Personen beispielsweise einen Kredit zurückzahlen oder nicht. Für die logistische Regression werden SCHUFA-Daten analysiert (z. B. die Anzahl der Ratenkredite oder das Alter der Kreditkarte) und die Kriterien mit dem stärksten Einfluss auf die Bonität identifiziert.
Warum hat der neue Score Punkte und keine Prozente?
Die SCHUFA hat der Verständlichkeit halber auf Prozentwerte verzichtet. Ein großer Vorteil des neuen SCHUFA-Scores ist es, dass er für Verbraucher nachvollziehbar ist. Jedes Kriterium, das in den Score einfließt, erhält Punkte, die ganz einfach nachgerechnet werden können und die Gewichtung im Score widerspiegeln.
Meine Zahlungsstörung ist erledigt. Wann wird der Score besser?
Bei offenen Zahlungsstörungen berechnet die SCHUFA keinen Score, sondern übermittelt lediglich die Information, dass eine oder mehrere Zahlungsstörungen vorliegen an die anfragenden Unternehmen. Ist eine Zahlungsstörungen erledigt, übermittelt die SCHUFA wieder einen Score. Die erledigte Zahlungsstörung wirkt sich aber bis zu drei Jahre nach Erledigung negativ auf den Score aus. Der Einfluss nimmt im Laufe der Zeit ab.
Menschen haben auch nach der Begleichung offener und längst fälliger Schulden ein statistisch mindestens 10-fach höheres Risiko, erneut in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten, verglichen mit Menschen, die ihren Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachkommen.
Was ist die 28-Tage-Regel und warum gibt es sie?
Der neue Score trägt dem veränderten Einkaufsverhalten der Menschen Rechnung. In den alten Scores löste beispielsweise jede Kreditkartenanfrage über Vergleichsportale automatisch auch eine SCHUFA-Anfrage aus. Das ist im neuen Score anders: Mehrere Anfragen innerhalb von 28 Tagen werden nur einmal gezählt (28-Tage-Regel).
Auch die Zunahme des Online Shoppings hat Anpassungen bei der Behandlung von Anfragen notwendig gemacht. Deshalb reduziert sich das Gewicht der Anfragen im Scoring. Im Vergleich zum aktuellen Bankenscore halbiert es sich durch neue Regeln für Anfragen von 40 Prozent auf rund 20 Prozent. Dadurch rückt der neue Score näher an die Lebensrealität von Verbrauchern.
Kann ich Immobilienkredite/Girokonten/Kreditkarten/etc. länger speichern?
Was die Speicherung und Löschung von Informationen zu bei der SCHUFA gespeicherten Daten betrifft, halten wir uns – wie alle anderen Auskunfteien in Deutschland auch – an die durch den Verband „Die Wirtschaftsauskunfteien“ im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung vereinbarten Verhaltensregeln für die Löschfristen von personenbezogenen Daten. Die Unternehmen, die diesen Verhaltensregeln beigetreten sind, verpflichten sich zu deren Einhaltung. Wir haben alle Informationen zum sogenannten Code of Conduct sowie zu den Prüf- und Speicherfristen auf www.schufa.de aufgeführt. Informationen zu beispielsweise Immbolilienkrediten muss die SCHUFA aufgrund der Speicherfristen drei Jahre taggenau nach Erledigung aus dem Datenbestand löschen. Das verschlechtert aber oft den Score, da Informationen zu langjährigen Vertragsbeziehungen wegfallen, die sich positiv auf den Score auswirken.
Die SCHUFA arbeitet an Lösungen, die es Verbrauchern künftig ermöglichen sollen, bestimmte Daten, wie beispielsweise einen erfolgreich abbezahlten Immobilienkredit oder erledigte Kreditkarten, freiwillig länger als drei Jahre speichern und berücksichtigen zu lassen. Dafür wäre eine ausdrückliche Einwilligung der Personen notwendig, die diese Option wünschen
Warum ist meine Debitkarte nicht bei der SCHUFA gemeldet?
Bei Debitkarten wird jeder Einkauf oder jede Barabhebung sofort vom Konto abgebucht. Das bedeutet, dass Debitkarten keinen Kreditrahmen anbieten und somit auch kein kreditorisches Risiko besteht. Daher berücksichtigen wir solche Karten nicht im SCHUFA-Scoring und speichern sie auch nicht in unserem Datenbestand. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden so genannte Prepaid-Karten, die mit einem Guthaben aufgeladen werden.
Im Gegensatz dazu stehen Kreditkarten, die über einen Kreditrahmen verfügen. Bei der Nutzung bekommen Personen von Ihrer Bank jeden Monat im Voraus eine Art Verfügungsrahmen. Dieser funktioniert wie ein Kredit. In der Regel erhalten Verbraucher am Ende des Monats eine Kreditkarten-Abrechnung, die sie bezahlen. Dieser Betrag wird meist monatlich über ein Referenzkonto ausgeglichen – in der Regel das Girokonto. Da hier das Risiko besteht, dass der Kredit nicht zurückgezahlt werden kann, berücksichtigt die SCHUFA Kreditkarten im Scoring.
Warum ist mein Girokonto/meine Kreditkarte/mein Ratenkredit etc. nicht bei der SCHUFA gemeldet?
Ob Kreditvertrag, Girokonto oder Ratenkauf: Die SCHUFA erhält Informationen zu kreditrelevanten Geschäften von ihren Unternehmenskunden. Dazu zählen rund 11.000 Unternehmen darunter Banken und Sparkassen, Unternehmen im stationären oder Online Handel, Telekommunikationsgesellschaften und Energieversorger. Bei der SCHUFA werden nur Daten gespeichert, die uns ein Unternehmenskunde mitteilt oder die in einem öffentlichen Verzeichnis gespeichert sind. Ist z.B. eine Bank kein Unternehmenskunde der SCHUFA, werden kreditrelevante Informationen – wie z.B. die Information über ein bestehendes Girokonto – nicht im SCHUFA-Datenbestand gespeichert.
Könnte man auch Daten von Unternehmenskunden einmelden, die keine Kunden der SCHUFA sind?
Bei der SCHUFA werden nur Daten gespeichert, die uns ein Unternehmenskunde mitteilt oder die in einem öffentlichen Verzeichnis gespeichert sind. Ist z.B. eine Bank kein Unternehmenskunde der SCHUFA, werden kreditrelevante Informationen – wie z.B. die Information über ein bestehendes Girokonto – nicht im SCHUFA-Datenbestand gespeichert.
Warum entspricht das Datum meiner Adresse nicht dem Datum, an dem ich umgezogen bin?
Das angezeigte Datum entspricht dem Meldedatum der aktuell hinterlegten Adresse. Wenn Personen inzwischen umgezogen sind, kann es sein, dass die SCHUFA die neue Adresse noch nicht erhalten hat. Die Aktualisierung erfolgt in der Regel automatisch über die Unternehmenskunden. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern. Wenn die Adresse nicht aktuell ist, können Verbraucher die Korrektur im SCHUFA-Account oder über das Hilfe-Portal veranlassen.
Werden Verträge erst gezählt, wenn eine Person 18 Jahre alt ist?
Auch für unter 18‑Jährige können bereits Kontodaten bei der SCHUFA vorliegen. Oft passiert das, wenn Jugendliche eine Ausbildung beginnen oder zum Beispiel zum 16. Geburtstag ein Konto eröffnen. Wenn diese Personen später volljährig werden, berechnet die SCHUFA erstmals einen Score und sieht dann, dass das Konto bereits seit zwei Jahren existiert.
Wichtig zu wissen: Viele Jugendkonten werden ohne Dispokredit angeboten und deshalb nicht für den SCHUFA-Score berücksichtigt. Banken melden reine Guthabenkonten (außer Basis- oder Pfändungsschutzkonten) nicht an die SCHUFA. Basis- und Pfändungsschutzkonten werden für den Score ebenfalls nicht berücksichtigt.
Wie oft wird mein Score bei bonify oder im SCHUFA-Account neu berechnet?
Verbraucherschützer empfehlen den Verbrauchen, dass sie einmal im Jahr über die kostenlose Selbstauskunft ihre bei der SCHUFA gespeicherten Daten überprüfen.
Bei bonify und im SCHUFA-Account werden die Daten und der Score viermal pro Jahr – jeweils zum ersten des Quartals – aktualisiert und stehen den Verbrauchern, z. B. für das nächste Gespräch bei der Bank, zur Verfügung. In den optionalen kostenpflichtigen Abos von bonify und meineSCHUFA finden Personen tagesaktuell ihre Daten sowie ihren Score.
Was kann ich tun, wenn mir Unstimmigkeiten an meinen Daten auffallen?
Sollten Personen Unstimmigkeiten an ihren Daten auffallen, können sie direkt im SCHUFA Account oder über das Hilfe-Portal eine Überprüfung anstoßen. Bei berechtigter Beanstandung werden die Daten korrigiert.
Sehen Unternehmen und Verbraucher denselben Score?
Mit dem neuen Score sehen Verbraucher und Unternehmen zukünftig denselben Score, was zu einer deutlich höheren Transparenz sowie der Kommunikation auf Augenhöhe beiträgt. Personen können sich so z.B .auf ein Gespräch mit ihrem Bankberater anders vorbereiten. In der Vergangenheit sahen Verbraucher den Basisscore als persönlichen Orientierungswert für ihre Bonität und Unternehmen einen der sechs Branchenscores.
Warum sehe ich auf meiner Datenkopie noch die alten Scores?
Die Branchenscores, die in der Bankenregulierung eine Rolle spielen, etwa zur Erfüllung von Eigenkapitalunterlegungsvorschriften, wird die SCHUFA noch bis Ende 2028 ausliefern. Hintergrund ist, dass die Bewertung der Konsumentenkreditportfolien oft anhand unserer Score-Einschätzung stattfinden. Und die Umstellung muss der Aufsicht angezeigt werden und von ihr genehmigt werden. Deshalb weist die SCHUFA alle angefragten Bonitätsscores auf der kostenlosen Datenkopie aus.
Wie viele Anfragen darf ich haben, ohne dass mein Score schlechter wird?
Innerhalb von 28 Tagen zählen Anfragen sowohl im Onlinehandel als auch bei Girokonten und Kreditkarten nur einmal. Bei Anfragen außerhalb des Bankenbereichs (also z.B. (Online)-Handel, Telekommunikation und (Finanz)-Dienstleistungen) verschlechtert sich der Score erst ab der zweiten Anfrage nach Ablauf der 28-Tage-Frist (28-Tage-Regel). Bei Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten berücksichtigt der Score bereits die erste Anfrage bzw. den ersten Abschluss.
Wichtig zu wissen: Kredit-, Leasing- und Hypothekenanfragen spielen beim neuen SCHUFA Score keine Rolle mehr.
Wieso wird ein Girokonto als Risiko bewertet, wenn ich es nie überziehe?
Die SCHUFA hat keinen Einblick auf das Konto, daher weiß sie auch nicht, ob ein Dispokredit genutzt wird. Demnach hat die Nutzung des Dispos als solche keinen Einfluss auf den Score. Ein Dispo ist ein Überziehungskredit auf dem Girokonto. Die Bank gibt Ihnen also einen Vertrauensvorschuss darauf, dass Sie den überzogenen Betrag zurückzahlen.
Warum wird eine Debitkarte nicht im Scoring berücksichtigt, obwohl ich damit komplett schuldenfrei zahle?
Bei Debitkarten wird jeder Einkauf oder jede Barabhebung sofort vom Konto abgebucht. Das bedeutet, dass Debitkarten keinen Kreditrahmen anbieten und somit auch kein kreditorisches Risiko besteht. Daher berücksichtigen wir solche Karten nicht im SCHUFA-Scoring und speichern sie auch nicht in unserem Datenbestand. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden so genannte Prepaid-Karten, die mit einem Guthaben aufgeladen werden.
Warum bleiben erledigte Zahlungsstörungen drei Jahre gespeichert, obwohl sie doch erledigt sind?
Die Statistik zeigt: Nach der Begleichung offener und längst fälliger Schulden haben Menschen auch nach mehr als drei Jahren ein erhöhtes Risiko eines erneuten Zahlungsausfall im Vergleich zu Menschen, die ihre Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß erfüllt haben. Dass erledigte Zahlungsstörungen drei Jahre gespeichert werden, ist das Ergebnis einer Abwägung unterschiedlicher Interessen: Schutz der Wirtschaft vor Zahlungsausfällen, Überschuldungsschutz für die Menschen und leichtere Teilhabe am Wirtschaftsleben. Auch der deutsche Gesetzgeber hatte dies entsprechend bis 2018 im BDSG verankert. Mit dem Wegfall der gesetzlichen Regelung aufgrund der Einführung der DSGVO wurden die Speicherfristen 2018 im Code of Conduct geregelt und 2024 erneut diskutiert und genehmigt. Vor der erneuten Genehmigung im Jahr 2024 fand eine Anhörung der unterschiedlichen Interessensvertreter statt, darunter die relevanten Verbände der Kredit gebenden Wirtschaft und des Onlinehandels, der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatungen. Die Speicherfrist von drei Jahren ist also erneut das Ergebnis einer Abwägung unterschiedlicher Interessen.
Noch Mehr? Hier:
- Der neue SCHUFA-Score
- Die 12 Kriterien des neuen SCHUFA-Scores
- Die 5 Scoreklassen des neuen SCHUFA-Score
- So kannst du deinen SCHUFA-Score verbessern
- So berechnet die SCHUFA deinen neuen SCHUFA-Score
- Kann man den Basisscore mit dem SCHUFA-Score vergleichen